Entwicklungs- und Nutzungskonzeption der historischen Parkanlage

Großer Garten in Dresden

in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekt C. Scherzer

 

Die Nutzungskonzeption für den Großen Garten Dresden, eine Liegenschaft der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, wurde in Arbeitsgemeinschaft mit dem Landschaftsarchitekten Prof. Cornelius Scherzer erarbeitet. Ausgangspunkt der Konzeption ist eine umfangreiche Bestandsanalyse der ca. 150 ha großen Parkanlage: Geschichte, Raumstruktur, Zustand und Nutzungen von Gebäuden und Freiräumen werden in Texten, Tabellen und Karten erfasst. Aufbauend auf der aktuellen Fachdiskussion werden mögliche Szenarien erstellt und zu einem Leitbild zusammengeführt. Die Konkretisierung der Nutzungskonzeption auf der Ebene einer Gesamtbetrachtung der Liegenschaft und der Zielplanung einzelner Teilbereiche erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber: Bereiche mit akutem Handlungsbedarf werden vertiefend betrachtet, zu Fachkonzeptionen werden Hinweise gegeben, Investitionen sowie Unterhaltungsbedarf werden abgeschätzt und in der Konsequenz Planungs- und Realisierungsschritte aufgezeigt. Bei allen Schritten spielen Rahmenbedingungen innerhalb der Stadt sowie Fragen der Entwicklung unmittelbar angrenzender Bereiche eine wichtige Rolle.

 

Ein besonderer Schwerpunkt innerhalb der Bearbeitung der Nutzungskonzeption ist die Freilichtbühne. Im Rahmen der Umgestaltung des Großen Gartens in den 50er Jahren zum Kulturpark, wurde sie unter Nutzung der topografischen Lage einer ehemaligen Kiesgrube mit bewusstem Bezug zur Gartenanlage errichtet. Heute ist ihr Betrieb aus bausubstanziellen, funktionalen und schallschutztechnischen Aspekten am Standort problematisch. Trotzdem wird ihr grundsätzlicher Erhalt aus denkmalschutzrechtlichen Gründen weiter verfolgt. Um den Betrieb aufrechtzuerhalten, müssen Zuschauerränge, Sanitär-, Catering-, Backstage- und Bühnenbereich sowie Bühnenandienung und technische Ausstattung erneuert werden. Gefordert ist eine grundsätzliche Variantenuntersuchung als Basis für weiterführende Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen. Unter Berücksichtigung von Kriterien, wie Denkmalschutzbelange, Besucherkapazität, Veranstaltungsspektrum, Unterhalts- und Investitionsbedarf werden erarbeitete und bereits vorliegende Konzepte zur Freilichtbühne vergleichend gegenübergestellt.